Gesetzlich Versicherte

Viele Patienten telefonieren Therapeut/in nach Therapeut/in ab und bekommen allenfalls Termine in einigen Wochen oder Monaten in Aussicht gestellt. Sie haben aber gesetzlichen Anspruch auf zeitnahe ambulante Versorgung in zumutbarer Entfernung.

Kostenerstattungsverfahren

Leider sind also für gesetzlich versicherte Patienten im Kostenerstattungsverfahren einige bürokratische Hürden zu nehmen, bis Sie Ihren gesetzlichen Anspruch realisieren können. Gerne unterstütze ich Sie aber bei der Beantragung und den notwendigen Formalitäten.

 

Als Privatpraxis kann ich gesetzlich versicherte Patienten im Kostenerstattungsverfahren (nach § 13 Abs. 2 SGB V) behandeln. Alle Informationen rund um das Kostenerstattungsverfahren hat die Bundespsychotherapeutenkammer in einem Flyer zusammengetragen. Im Folgenden habe ich das Wesentliche für Sie zusammengefasst:

Beantragung einer Behandlung im Kostenerstattungsverfahren

Für die Beantragung einer zeitnahen psychotherapeutischen Behandlung im Kostenerstattungsverfahren verlangen die gesetzlichen Krankenkassen einige Unterlagen von Ihnen. Im Folgenden habe ich eine Liste für Sie zusammengestellt. Gerne unterstütze ich Sie bei der Beantragung der Therapie und den notwendigen Formalitäten.

 

  1. ein Nachweis, dass Sie bei drei bis fünf approbierten Psychologischen Psychotherapeuten mit Kassensitz nicht zeitnah eine Behandlung beginnen können. (Dazu genügt ein von Ihnen angefertigtes Protokoll: Rufen Sie Kollegen mit Kassensitz an und fragen Sie nach einem Therapieplatz. (Seit dem 01.04.2017 sind Psychotherapeuten mit Kassensitz dazu verpflichtet, eine telefonische Sprechzeit anzubieten.) Notieren Sie den Namen des/der Psychotherapeutin, Datum und Uhrzeit Ihres Telefonats und die voraussichtliche Wartezeit, bis Sie die Therapie beginnen könnten. Dabei gelten Wartezeiten von über drei Monaten als grundsätzlich nicht zumutbar. Die Bundespsychotherapeutenkammer hält jedoch auch Wartezeiten von mehr als drei Wochen aus fachlicher Sicht für nicht vertretbar.)
  2. eine Bescheinigung von einem Arzt (Hausarzt oder Facharzt), dass eine psychotherapeutische Behandlung notwendig und unaufschiebbar ist.
  3. eine Bescheinigung von meiner Praxis, dass ich Ihnen zeitnah Termine anbieten kann. Diese kann ich Ihnen gerne ausstellen.
  4. ein Anschreiben an die Krankenkasse, in dem Sie eine Behandlung im Kostenerstattungsverfahren nach § 13 Abs. 2     SGB V beantragen. Hierfür kann ich Ihnen gerne einen Entwurf zukommen lassen.

Abrechnung im Kostenerstattungverfahren

Wenn die Therapie genehmigt ist, können Sie für die Abrechnung zwischen zwei Optionen wählen

 

Erstens: Ich stelle die Rechnung an Sie aus, Sie begleichen das Honorar, reichen anschließend die Rechnung bei Ihrer Krankenkasse ein und lassen sich die Ihnen entstandenen Kosten erstatten.

 

Zweitens: Inzwischen sind die Krankenkassen bereit, ähnlich wie in Kassenpraxen direkt mit dem Therapeuten abzurechnen. Wenn Sie Ihre Einwilligung erteilen, kann ich die Rechnung direkt an Ihre Krankenkasse stellen und diese erstattet die Kosten direkt an mich. Sie müssen nicht in Vorleistung gehen.

Honorar im Kostenerstattungsverfahren

Obwohl die gesetzlichen Krankenkassen im Kostenerstattungsverfahren gesetzlich verpflichtet sind, den durch die Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) festgelegten Satz von 100,56 € à 50 Minuten Sitzung zu zahlen, tun sie dies in der Regel nicht. Stattdessen kürzen sie die Vergütung entsprechend des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) auf 88,56 € für 50 Minuten Sitzung.